Endlich habe ich es mal in die Komische Oper geschafft, sonst hatte sie immer gegenüber der Staatsoper verloren. Schwanengesang mit Dietrich Henschel, was heißt: schöne Schubert-Lieder, die wirklich verzauberten. Wie immer fehlt mir die Auffassungsgabe für die Wahrnehmung der intellektuellen Tiefenebene, die nur der Profikritiker zu erkennen vermag, dieses Mal: die Vielfalt der surrealen Elemente. Ah ja. Für mich war's einfach schöne Musik mit meist passenden, harmonischen Hintergrundbildern.
Die Komische Oper hat eine interessante Akustik! Überhaupt: auch wenn man es vom Hörensagen schon weiß, der überprächtige 100 Jahre alte Innenraum, der im krassen Gegensatz zur billig-modernen Fassade steht, lässt einem den Atem stocken. Wenn also nicht gerade eine Skandalinszenierung auf dem Programm steht: erlebenswert.
Crackletag in Berlin: Ein persönlicher Ausschnitt aus dem Berliner Leben. Subjektiv, wandelnd, unsystematisch.
Mittwoch, 24. März 2010
Dienstag, 23. März 2010
Geliebte Quasselstrippen
Saß heute mit zwei Mädels in der Sauna auf dem Badeschiff. Die hatten sich soooooo viel zu erzählen, die ganzen 15 Minuten haben sie non-stop durchgequatscht. Mit den Händen. War echt eine Freude, den beiden Gehörlosen zuzusehen und gleichzeitig vollkommene Ruhe in der Saunakabine zu haben. Am besten fand ich, wenn die eine weiter "erzählte", während die andere gerade mal nicht hinschaute. Da muss dann doch irgendwie ein Stück in der Kommunikation fehlen? Hätte gerne gefragt, wusste aber nicht wie - schade. Aber ein sympathisches Erlebnis.
Montag, 22. März 2010
"Zwischen Himmel und Erde"
"Interessanterweise wirken alle Abgänger der Steiner-Schule gleichzeitig traumatisiert und nostalgisch gegenüber der schönen, von der harten Wirklichkeit abgeschirmten Schulzeit. Alle waren so nett, hilfsbereit und kreativ. Doch spätestens, wenn man die Schule verlässt, holt einen die Realität schnell wieder ein." [Outnow.ch].
Wow. Eine der wenigen Dokumentationen, die ich richtig spannend fand. Vielschichtige Perspektiven in Meinungsbild und Kameraführung. Ein verdammt guter Film, der nachgeht.
Wow. Eine der wenigen Dokumentationen, die ich richtig spannend fand. Vielschichtige Perspektiven in Meinungsbild und Kameraführung. Ein verdammt guter Film, der nachgeht.
Sonntag, 21. März 2010
Tanjas Nachtcafé im Aufsturz
wieder ein wunderschöner Wochenausklang. Dieses Mal mit einfühlsamen Chansons von Corinne Douarre, unterhaltsamen Liedern von Jan Koch, sowie einigen anderen. Könnte man eigentlich jeden Sonntag hingehen.
Samstag, 13. März 2010
Interesting Berlin
Spannender Abend im Heimathafen Neukölln: Da stehen nacheinander 16 Menschen auf der Bühne und erzählen einfach drauflos. Jeder nur zehn Minuten. Der Rentner, wie aufregend es ist, Bienen in Berlin zu züchten. Der Forscher, wie Asteroiden auf die Erde kommen. Der DJ, wie er ohne Vorkenntnisse einen spannenden Film gedreht hat. Die Barfrau, was sie für schöne Gedichte geschrieben hat, wenn kein Gast kam. Der Chorleiter, der gleich sagt, er will in seinen zehn Minuten gar nichts erzählen, sondern nur vom Publikum, dass es mal eben aufsteht und ein bisschen mit ihm singt. Und die Hobbyfahrradrestaurateurin, die erzählt, wie sie ab und zu alte Fahrräder klaut (und dass es dazu brandenden Applaus gibt, das gibt es auch wirklich nur hier in Berlin...).
Nächstes Jahr garantiert wieder!
Nächstes Jahr garantiert wieder!
Donnerstag, 11. März 2010
1. Berliner Krimimarathon
Abwechslungsreicher Abend, zwischen den Krimistückchen gute Musik von Martin (hätten ruhig ein paar Lieder mehr sein können).
Da werde ich wohl Wiederholungstäter.
Da werde ich wohl Wiederholungstäter.
Donnerstag, 4. März 2010
Das Anti-Liquidrom
Heute mal wieder die Sauna auf dem Badeschiff besucht. Ich mag die uneitle Atmospähre hier. Und siehe da, als zwei Besucherinnen im Badeanzug in die Kabine gehen wollen, werden sie vom Bademeister wieder herausgeholt: "Saunieren nur textilfrei erlaubt". Welch gelungener Gegenentwurf zum verklemmten Liquidrom.
Seltsamerweise war es ziemlich leer, ich kenne das Badeschiff nur voll bis sehr voll. Vermutlich haben viele noch in Erinnerung, dass es vor einigen Wochen bei den richtig tiefen Aussentemperaturen im Ruheraum nicht mehr ausreichend warm wurde. Aber bei +/- 0°C draußen ist es drinnen perfekt. Nur dem Schwimmbad fehlen, wie immer, zwei bis drei Grad zum vollendeten Schwimmerglück.
Nachtrag 7.3.10: Sonntag wieder da gewesen, gut gefüllt, Schwimmbeckentemperatur erträglicher, Publikum unterhaltsam ;-)
Seltsamerweise war es ziemlich leer, ich kenne das Badeschiff nur voll bis sehr voll. Vermutlich haben viele noch in Erinnerung, dass es vor einigen Wochen bei den richtig tiefen Aussentemperaturen im Ruheraum nicht mehr ausreichend warm wurde. Aber bei +/- 0°C draußen ist es drinnen perfekt. Nur dem Schwimmbad fehlen, wie immer, zwei bis drei Grad zum vollendeten Schwimmerglück.
Nachtrag 7.3.10: Sonntag wieder da gewesen, gut gefüllt, Schwimmbeckentemperatur erträglicher, Publikum unterhaltsam ;-)
Samstag, 27. Februar 2010
Die Welt lächelt
Ist das der Frühling, oder liegt es nur an meiner guten Laune? Ich habe den Eindruck, dass mich momentan die ganze Welt anlächelt. Heute beim Schwimmen, dann beim Einkaufen, einmal auf der Straße, am Abend im Konzert und dann im Restaurant danach, auch gestern Abend im Café und anschließend in der Komödie am Kurfürstendamm: so viele Menschen haben mich, glaube ich, in meinem ganzen Leben noch nicht in so kurzer Zeit angelächelt. Wahrscheinlich ist es ein Geben und Nehmen, man strahlt aus, was man von seiner Umwelt bekommt. Es beschwingt und ist ein Gefühl wie verliebt sein...
Das macht irgendwie süchtig. Wie kann man diesen Prozess bloß permanent in Gang halten?
Das macht irgendwie süchtig. Wie kann man diesen Prozess bloß permanent in Gang halten?
Dienstag, 23. Februar 2010
Zwangsstörung vom Feinsten
Monk. Selten so gelacht. Er und elf andere Geschworene sind in einem Raum eingeschlossen, alle an Händen, Füßen, Mund verschnürt/verklebt und an den Sesseln festgezurrt worden von einer Gangsterin.
Monk (der die anderen Geschworenen natürlich bereits seit endlosen Stunden genervt hat) gelingt es, vom Tisch mühselig ein Messer zu ergreifen. Ein begeistertes wild-durcheinander-Raunen geht durch die Runde der Geknebelten. Monk hoppelt mit seinem Stuhl, das Messer in der Hand zur nächsten gefesselten Geschworenen, alle freuen sich auf die nahende Rettung ("mmpf, mmpf")....er hoppelt an ihr vorbei und weiter zum Fenster um mit der Spitze des Messers die Jalousie gerade zu richten, die schon die ganze Zeit schief hing.
Das darauf folgende entsetzte mmpf-mmpf-Geschrei der anderen Gefangenen war einfach göttlich :-)))
Monk (der die anderen Geschworenen natürlich bereits seit endlosen Stunden genervt hat) gelingt es, vom Tisch mühselig ein Messer zu ergreifen. Ein begeistertes wild-durcheinander-Raunen geht durch die Runde der Geknebelten. Monk hoppelt mit seinem Stuhl, das Messer in der Hand zur nächsten gefesselten Geschworenen, alle freuen sich auf die nahende Rettung ("mmpf, mmpf")....er hoppelt an ihr vorbei und weiter zum Fenster um mit der Spitze des Messers die Jalousie gerade zu richten, die schon die ganze Zeit schief hing.
Das darauf folgende entsetzte mmpf-mmpf-Geschrei der anderen Gefangenen war einfach göttlich :-)))
Samstag, 20. Februar 2010
Auf dem Weg zum Weltmeister
Hmm, Platz 5 ist doch schon mal etwas. Mein erster sportlicher Erfolg des Jahres. Und es hat tierisch Spaß gemacht. Die Kneipengolf-WM im Café Moab und dem Theaterdock. Mann muss es einfach gesehen haben, mit wie viel Liebe & Phantasie dort über mehrere Etagen verstreut 18 Minigolfbahnen aus Autofelgen, Goldfischaquarien, alten Türen und Blechdosen gebastelt worden sind, himmlisch!
Mittwoch, 17. Februar 2010
6. politischer Aschermittwoch (Arena Berlin)
Schade, schade, schade.
Politisches Kabarett verkürzt auf: Westerwelle ist blöd. Und Merkel auch. Und, ach ja, Stoiber und Oettinger ebenso. Und Westerwelle, falls wir den nicht schon mehrfach erwähnt haben.
Politisch einseitig ist das Eine, kann ja trotzdem unterhaltsam sein, aber der Unterschied zwischen politischem Kabarett und platten politischen Meinungsäußerungen ist, dass beim Kabarett der Pointe eine Geschichte vorangeht. "Westerwelle ist blöd" ist so nicht witzig, auch wenn das Publikum mehrheitlich dazu klatscht.
Horst Evers unpolitisch, aber dafür nur mit schon bekannten Texten.
Mal schauen, was ich heute im Fernsehen verpasst habe...
Politisches Kabarett verkürzt auf: Westerwelle ist blöd. Und Merkel auch. Und, ach ja, Stoiber und Oettinger ebenso. Und Westerwelle, falls wir den nicht schon mehrfach erwähnt haben.
Politisch einseitig ist das Eine, kann ja trotzdem unterhaltsam sein, aber der Unterschied zwischen politischem Kabarett und platten politischen Meinungsäußerungen ist, dass beim Kabarett der Pointe eine Geschichte vorangeht. "Westerwelle ist blöd" ist so nicht witzig, auch wenn das Publikum mehrheitlich dazu klatscht.
Horst Evers unpolitisch, aber dafür nur mit schon bekannten Texten.
Mal schauen, was ich heute im Fernsehen verpasst habe...
Sonntag, 31. Januar 2010
Dienstag, 26. Januar 2010
Ole Lehmann & Rainer Bielfeldt in den Wühlmäusen
Sehr unterhaltsamer Abend ohne Längen - wenn man keine Niveau erwartete... Aber definitiv lag dieses Nichtniveau immer noch Lichtjahre über dem einer Ades-Zabel-Show ;-)
Von Bielfeldt würde ich gerne mal mehr hören, einfühlsamer Komponist, genau auf meiner Wellenlänge (...musikalisch meine ich).
Von Bielfeldt würde ich gerne mal mehr hören, einfühlsamer Komponist, genau auf meiner Wellenlänge (...musikalisch meine ich).
Samstag, 23. Januar 2010
Italienischer Abend
Mit Freunden kocht sich's doch am besten. Und wenn von neun Genießern der selbstgemachten Pizza und des guten Weines der erste erst morgens um 2:30 nach Hause gehen will, ist das ein schönes Zeichen, wie viel Freude allen dieser Abend gemacht hat.
Donnerstag, 21. Januar 2010
Urlaubshitliste
1991: mit einem uralten Fiat500 in die Ukraine: tolle Menschen kennen gelernt. Dass es einige Male sehr gefährlich geworden war, wurde uns erst hinterher klar.
1998: zwei Wochen zum Kajaken in Polen: mit 13 Polen durch den wildesten "Urwald", tagelang keine anderen Menschen gesehen, sensationelle Erfahrung.
2001: Denver,CO: PPL-A-Ausbildung gemacht....an dem Spruch "nur fliegen ist schöner" ist definitiv etwas dran...
2006: Brasilien mit so vielen sympathischen Begegnungen, allein der Lebenslust der Menschen wegen könnte ich dort jederzeit wieder hinfahren.
1998: zwei Wochen zum Kajaken in Polen: mit 13 Polen durch den wildesten "Urwald", tagelang keine anderen Menschen gesehen, sensationelle Erfahrung.
2001: Denver,CO: PPL-A-Ausbildung gemacht....an dem Spruch "nur fliegen ist schöner" ist definitiv etwas dran...
2006: Brasilien mit so vielen sympathischen Begegnungen, allein der Lebenslust der Menschen wegen könnte ich dort jederzeit wieder hinfahren.
Mittwoch, 20. Januar 2010
Sauna for beginners
Ich geb's zu. Ich war im Liquidrom. Und zwar nackt. Den ungeübten Saunagänger mag das nicht wundern, der Profi staunt.
Das Liquidrom. Die erste Sauna im deutschsprachigen Raum, bei der man sich blöd vorkommt, wenn man textilfrei herum läuft. Selbst für die 5 Meter von der Saunakabine bis zum Hot-tub im japanisch gestalteten Innenhof ziehen sich die meisten schnell wieder verschämt die nass-kalten Badesachen über, zum duschen schnell wieder aus und wieder an. Für die Ruheliege ein Wechsel in trockenere Kleidung, und so fort. Ist eigentlich amüsant von der eigenen Liege aus zu betrachten, wenn nicht die Masse der Umzieher der Minderheit der Umziehverweigerern das seltsames Gefühl gäbe, dass sie diejenigen seien, die etwas falsch machten.
Herdentriebsphänomen...
Dass das Schwebebecken nur textil beschwebt werden soll mag ja noch gute Gründe haben, aber für den Rest der Anlage ist das keine entspannte Saunaatmosphäre, sondern wirkt ziemlich verkrampft.
Das Liquidrom. Die erste Sauna im deutschsprachigen Raum, bei der man sich blöd vorkommt, wenn man textilfrei herum läuft. Selbst für die 5 Meter von der Saunakabine bis zum Hot-tub im japanisch gestalteten Innenhof ziehen sich die meisten schnell wieder verschämt die nass-kalten Badesachen über, zum duschen schnell wieder aus und wieder an. Für die Ruheliege ein Wechsel in trockenere Kleidung, und so fort. Ist eigentlich amüsant von der eigenen Liege aus zu betrachten, wenn nicht die Masse der Umzieher der Minderheit der Umziehverweigerern das seltsames Gefühl gäbe, dass sie diejenigen seien, die etwas falsch machten.
Herdentriebsphänomen...
Dass das Schwebebecken nur textil beschwebt werden soll mag ja noch gute Gründe haben, aber für den Rest der Anlage ist das keine entspannte Saunaatmosphäre, sondern wirkt ziemlich verkrampft.
Sonntag, 10. Januar 2010
Mehringhoftheater
Kabarettistischer Jahresrückblick mit Horst Evers & Kollegen.
Ich bedauere alle Menschen, die an diesem Abend irgend etwas Anderes machen mussten, statt im Mehringhoftheater zwei Stunden lang herzhaft zu lachen und glücklich zu sein.
Ich bedauere alle Menschen, die an diesem Abend irgend etwas Anderes machen mussten, statt im Mehringhoftheater zwei Stunden lang herzhaft zu lachen und glücklich zu sein.
Samstag, 9. Januar 2010
in der Bäckerei
Ein wunderbares Erlebnis ist es jedes Mal, wenn ich (und alle anderen Kunden dort ebenfalls) morgens in der Bäckerei mit einem strahlend-fröhlichen Lächeln begrüßt werde. Da MUSS man doch gleich am nächsten Morgen wieder kommen.
Warum stellen nicht alle Bäcker (Händler prinzipiell) nur fröhliche Menschen im Verkauf ein? Würde sicher den Umsatz dramatisch steigern.
Und auch auf den Straßen glücklichere Gesichter zur Folge haben...
Warum stellen nicht alle Bäcker (Händler prinzipiell) nur fröhliche Menschen im Verkauf ein? Würde sicher den Umsatz dramatisch steigern.
Und auch auf den Straßen glücklichere Gesichter zur Folge haben...
Freitag, 8. Januar 2010
Tacklecrag
Wenn ich jemanden seufzen höre "Das Leben ist hart",
bin ich immer versucht zu fragen: "Im Vergleich wozu?"
[Sydney J. Harris]
bin ich immer versucht zu fragen: "Im Vergleich wozu?"
[Sydney J. Harris]
Donnerstag, 5. März 2009
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