Sonntag, 20. Juli 2014

Paddeln in Klein-Venedig

Köpenick ist ja schon eine halbe Weltreise für den Otto-Normalberliner. Die Freundin von mir, die vor einiger Zeit der Liebe wegen dort hingezogen ist, beklagt sich auch schon immer, dass niemand mehr sie besuchen kommt. Aber 1,5 Stunden hin und wieder zurück für einen Kaffee sind schon eine viel größere Investition, als mal eben auf der Bergmannstraße für eine halbe Stunde vorbeizuschauen.

Nun stand also nach langer Zeit mal wieder Paddeln auf dem Programm. Das Wetter war hervorragend, der Kanuverleih hatte moderate Preise und ein sonniger Sonntag rechtfertigte die lange Anreise zum Müggelsee. Nicht übermäßig freundlich, aber dennoch hilfsbereit und schnell ging das Ausleihen, und -zack- waren wir auf dem Wasser. Untrainiert, wie ich beim Paddeln inzwischen leider bin, kostete es mich zwar deutlich mehr Kraft, als erwartet. Aber die vielen, kleinen Kanäle entschädigten die Mühen. Nur die wirklich harte Rücklehne hatte ich vergessen. Früher hatte ich dagegen immer irgendeinen weichen Puffer dabei, leider hatten wir auch die Rettungswesten nicht mitgenommen, ein großer Fehler, die hätte ich wenigstens zwischen Rücken und Lehne stecken können. So aber tat es nach einer Weile heftig weh.
Trotzdem: Sonne, Wasser, Bewegung, schöne Gespräche und leckere Kekse: die Weltreise an diesem Sonntag hat sich absolut gelohnt.

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