Dienstag, 3. April 2012

Es gibt viele Patienten in Berlin

Heute beim Inder in der Zossener Straße:

Ein Paar am Nebentisch, Typ Altkreuzberger Lehrer.

Der indische Kellner räumt das Geschirr der Vorspeise ab und fragt ihn: "Oh, hat Ihnen die Suppe nicht geschmeckt?"
Mann blafft zurück: "Kümmern Sie sich um Ihren eigenen Scheiß!"
Kellner (nach fünf versteinerten Schrecksekunden) leise: "Ich verstehe". Und geht ab.

Riesenszene am Tisch. Die Frau ist geschockt und auf Hundertachtzig wegen des Benehmens ihres Begleiters. Er solle sich gefälligst beim Kellner entschuldigen, und ob er noch alle Tassen im Schrank habe. Er kuscht, wird immer kleinlauter und verlässt schließlich das Lokal (im Vorbeigehen leise zum Kellner: "warnichsogemeint").

Kellner bringt später der Frau den Hauptgang und fragt sie unschuldig: "Und Sie sind sein Betreuer?".
Sie schaut ihn mit weit aufgerissenen Augen an, der Inder sinniert verständnisvoll weiter: "Ja, es gibt viele Patienten in Berlin..."

Der Gesichtsausdruck der Frau: Unbezahlbar... :-)))

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