Dienstag, 11. Januar 2011

German Bakery in Benaulim

Hier trifft man alles, vom klassischen deutschen Touri ("Won Kaffee änd won Roll, please"), über den österreichischen Teilzeithippie, der zur Überbrückung der kalten Wintersaison hier ist, bis hin zum gesuchten Verbrecher oder Alimenteverweigerer, der sicher nur mit einem one-way Ticket nach Goa gekommen ist. Eigentlich meide ich im Urlaub Cafés und Restaurants, wo nur Touristen sitzen. Aber zum Frühstück brauche ich einfach Brötchen und Marmelade. Es versucht schon gar keiner mehr hier auf Englisch zu fragen, ob der Platz noch frei ist ("entschuuuuldigens, is do noa frroii? - ah, Servus, ein Wiener Hippie).

Zwei deutsche Expatriates sprechen mich an, die gerade Schwarzbrot kaufen. Wir verabreden uns zum Dinner am Strand, wo noch zwei weitere Expats dazustoßen. Und dann die große Überraschung am Abend: alle super nett! Kein Gemeckere über Land & Leute, wie man es sonst von Deutschen im Ausland gewohnt ist.
Ein unterhaltsamer und sympathischer Abend unterm Sternenzelt! Wir verabreden uns wieder.

Ich muss langsam mal den alten Rat meines Großvaters über Bord werfen: „Der Herr schütz‘ Dich vor Sturm und Wind, und Deutschen die im Ausland sind“.

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